Pensionsbeitrag

Der Zusatzpensionsplan in der PK111 wird ausschließlich durch Arbeitgeberbeiträge finanziert.

Ihr Arbeitgeber zahlt einen festen Prozentsatz pro Quartal an den Altersversorgungsträger, der auf 100 % Ihres Bruttojahresgehalts berechnet wird. Der Altersversorgungsträger überweist diesen Betrag anschließend an den Pensionsfonds Metall OFP.

Der prozentuale Anteil des Arbeitgeberbeitrags ist im KAA festgelegt und gilt seit dem 01.07.2017:

Den genauen Betrag (Arbeitgeberbeitrag und Jahreslohn) in einem bestimmten Jahr finden Sie in der Pensionsübersicht, die Sie als aktives Mitglied jährlich (im September oder Oktober) erhalten.

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Solidaritätsbeitrag

Die Pensionszusage innerhalb der PK111 umfasst neben dem Aufbau einer Zusatzpension auch eine Solidaritätskomponente.

Dieser Solidaritätsfonds wird ebenfalls aus Arbeitgeberbeiträgen finanziert, d. h. 0,1 % auf 100 % Ihres Bruttojahresgehalts.

Das bedeutet, dass Sie, wenn Sie krank oder vorübergehend arbeitslos sind (und daher keinen Lohn von Ihrem Arbeitgeber erhalten, aber mit einer Entschädigung aus dem Existenzsicherungsfonds der Metallverarbeitenden Industrie rechnen können), auch eine Anpassung aus diesem Solidaritätsfonds für den weiteren Aufbau Ihrer Zusatzpension erhalten.

Die Solidaritätskomponente sieht zudem eine Anpassung im Falle des Konkurses Ihres Arbeitgebers sowie eine zusätzliche Leistung im Todesfall (unter bestimmten Bedingungen) vor.

Die Höhe dieser Anpassungen wurde im KAA festgelegt, Sie können sie unten nachlesen.

Den genauen Solidaritätsbeitrag (Krankheit und vorübergehende Arbeidslosigkeit) in einem bestimmten Jahr finden Sie in Ihrer Pensionsübersicht vom Pensionfonds Metall OFP die Sie als akitives Mitglied jährlich (im September/Oktober) erhalten.

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Vorübergehende Arbeitslosigkeit

Der Beitrag aus dem Solidaritätsfonds beträgt € 1,00/Tag bei vorübergehender Arbeitslosigkeit.

Wenn Sie vom Existenzsicherungsfonds der Metallverarbeitenden Industrie lediglich eine halbe Zusatzentschädigung für vorübergehende Arbeitslosigkeit erhalten haben, wird Ihre Solidaritätsentschädigung ebenfalls halbiert.

Todesfall

Sollten Sie vor der Auszahlung Ihrer Zusatzpension sterben, wird Ihre bereits aufgebaute Versorgungsrücklage mit einer zusätzlichen Todesfallleistung ergänzt und an Ihre(n) Begünstigten ausbezahlt. Voraussetzung dafür ist, dass Sie zum Zeitpunkt Ihres Todes noch als Arbeiter bei einem Unternehmen beschäftigt sind, das in den Anwendungsbereich der PK111 fällt (und dem Zusatzpensionsplan der PK111 angeschlossen ist).

Diese Todesfallleistung beträgt € 1.000,00 brutto.

Krankheit

Der Beitrag aus dem Solidaritätsfonds beträgt bei einer Vollzeitbeschäftigung € 35,00 für den ersten Krankheitsmonat und € 20,00 ab dem zweiten Krankheitsmonat.

Wenn Sie vom Existenzsicherungsfonds der Metallverarbeitenden Industrie lediglich eine halbe Zusatzentschädigung erhalten haben, wird auch Ihre Solidaritätsentschädigung halbiert.

Konkurs des Arbeitgebers

Wenn Ihr Arbeitgeber aufgrund eines bevorstehenden Konkurses nicht in der Lage ist, den Beitrag für Ihre Zusatzpension für einen bestimmten Zeitraum zu zahlen, wird für Sie während dieses Zeitraums dennoch bis zum Datum des Konkurses auf der Grundlage von 100 % Ihres Bruttogehalts weiter gespart.

Dieser Beitrag wird aus dem Solidaritätsfonds finanziert. Die Höhe dieses Beitrags basiert auf den Daten nicht bezahlter Beiträge wegen Konkurses, die über den Existenzsicherungsfonds der Metallverarbeitenden Industrie verfügbar sind.

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Gewinnbeteiligung

Der Altersversorgungsträger kann auf Empfehlung des Verwaltungsrates des Pensionsfonds Metall OFP beschließen, eine Gewinnbeteiligung zu gewähren.

Die mögliche Gewährung einer Gewinnbeteiligung in einem bestimmten Jahr erfolgt nach Auswertung der Finanzergebnisse. Diese Gewinnbeteiligung wird Ihrem individuellen Zusatzpensionskonto in Form einer Erhöhung Ihrer Versorgungsrücklage (bzw. Ihrer „erworbenen“ Rücklage“) gewährt und ist somit endgültig.

In Ihrer jährlichen Pensionsübersicht können Sie sehen, ob in diesem Jahr eine Gewinnbeteiligung gewährt wurde.

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Pensionsplan

Der Pensionsplan beschreibt die Art und Weise, wie die Zusatzpension von der Pensionseinrichtung verwaltet wird, sowie die Garantien, die geboten werden. Ein Pensionsfonds oder eine Versicherungseinrichtung kann mehrere Pensionszusagen bzw. Pensionspläne und Arten oder Formeln für ein und denselben Arbeitnehmer verwalten.

Es gibt verschiedene Arten oder Formeln von Pensionszusagen/-plänen. Sie lassen sich grob in (i) feste Leistungs- bzw. Defined Benefit-(DB)-Pläne, (ii) feste Beitrags- bzw. Defined Contribution-(DC)-Pläne und (iii) Cash-Balance-Pläne einteilen.

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Pensionspläne

Der Pensionsfonds Metall OFP verwaltet für den Altersversorgungsträger lediglich Pensionszusagen mit festen Beiträgen, die auch als Defined Contribution-(DC-)Pläne bezeichnet werden.

PENSIONSPLAN 3 (= aktueller Plan (seit 01.01.2013), ist eine Pensionszusage mit festen Beiträgen ohne garantierte Rendite.

PENSIONSPLAN 1 (01.04.2000 bis 31.12.2008) und PENSIONSPLAN 2 (01.01.2009 bis 31.12.2012) sind Pensionszusagen mit festen Beiträgen mit einer garantierten Rendite.

Gesetzliche Renditegarantie

Um das Anlagerisiko für Arbeitnehmer zu begrenzen, hat der Gesetzgeber eine gesetzliche Renditegarantie bzw. Mindestgarantie eingeführt.

Der Zinssatz, der zur Berechnung dieser gesetzlichen Mindestrenditegarantie verwendet wird, wird jährlich von der FSMA (Autorität Finanzielle Dienste und Märkte) festgelegt. Dieser Zinssatz ist variabel (mindestens 1,75 % – höchstens 3,75 %) und liegt derzeit für aktive Mitglieder bei 1,75 %.

Entwicklung der Versorgungsrücklage

Ihre Versorgungsrücklage entwickelt sich entsprechend den vom Pensionsfonds Metall OFP erzielten Anlageergebnissen.

Das bedeutet für den aktuellen PENSIONSPLAN 3 (Plan mit festen Beiträgen ohne garantierte Rendite):

  • Bei einer positiven Rendite werden 80 % Ihrem Zusatzpensionskonto PFM OFP zugewiesen; die restlichen 20 % werden in eine kollektive Rücklage eingezahlt. Auf diesen Teil von 80 % erhalten Sie eine Rendite von maximal 1,75 %
  • Eine negative Rendite wird in voller Höhe auf Ihrem individuellen Zusatzpensionskonto PFM OFP berechnet, wie in der Pensionsordnung PFM OFP angegeben.

Hinweis:
Die gesetzliche Mindestgarantie bei Auszahlung/Austritt mit Übertragung Ihrer Versorgungsrücklage bleibt davon unberührt. Wenn Ihre Versorgungsrücklage zu diesem Zeitpunkt unter diesem gesetzlichen Minimum liegt, wird sie immer bis zur Höhe der gesetzlichen Renditegarantie erhöht. Sie erhalten also immer mindestens die eingezahlten Beiträge zuzüglich des gesetzlich festgelegten Mindestzinssatzes zurück.

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Pensionsübersicht

Solange Sie bei einem Unternehmen beschäftigt sind, das dem sozialen, sektoriellen Zusatzpensionsplan in der PK111 angeschlossen ist, erhalten Sie vom Pensionsfonds Metall OFP jedes Jahr (September/Oktober) eine Pensionsübersicht mit dem Stand Ihres individuellen Zusatzpensionskontos sowie zusätzlichen Informationen über Ihre Versorgungsrücklage zum 1. Januar des jeweiligen Jahres.

Wenn Sie den Sektor verlassen haben und Ihre Versorgungsrücklage beim Pensionsfonds OFP belassen haben, können Sie den „Kontostand“ weiterhin auf der Website der Regierung www.mypension.be verfolgen.

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